12. März 2026 · WordPress

WordPress 2026: Was sich wirklich geändert hat – und was nicht

Full-Site-Editing ist erwachsen geworden. Gutenberg ist nicht mehr das Experiment, das viele noch im Kopf haben. Aber vieles bleibt auch 2026 genau so wie es war – und das ist nicht immer schlecht.

Der Stand der Dinge

Wer WordPress-Projekte begleitet, hat in den letzten Jahren einiges erlebt. Gutenberg kam, wurde geliebt und gehasst, wurde besser und ist heute ein anderes Werkzeug als noch 2019. Full-Site-Editing, also die Möglichkeit, alle Teile einer WordPress-Website visuell im Editor zu gestalten, ist inzwischen technisch solide. Block Themes haben Classic Themes nicht verdrängt, aber sie sind real und für viele Projekte tatsächlich die bessere Wahl.

Gleichzeitig bauen viele Agenturen – auch wir in Teilen – noch mit Mustern, die aus einer Zeit stammen, als FSE noch Baustelle war. Das ist nicht falsch, weil die Ergebnisse trotzdem gut sind. Aber es lohnt sich, den aktuellen Stand zu kennen, damit man bewusst entscheidet, was für ein Projekt passt.

Was sich konkret geändert hat

Block Themes sind produktionsreif

Block Themes, also Themes, die komplett auf dem Block-System aufgebaut sind, waren lange ein Experiment für Early Adopter. Inzwischen sind sie für viele Projekte tatsächlich eine sinnvolle Wahl. Sie bringen performance-technisch Vorteile mit, weil kein Theme-PHP-Framework mehr geladen wird. Sie sind flexibel im Editor und weniger anfällig für Konflikte mit dem Block-Editor.

Das bedeutet nicht, dass Classic Themes tot sind. Für Projekte mit komplexen Anforderungen, eigenen Plugin-Integrationen oder einer vorhandenen Classic-Theme-Basis gibt es gute Gründe, nicht zu wechseln. Aber für neue Projekte sollte man Block Themes zumindest ernsthaft prüfen.

Patterns sind der neue Standard

Block Patterns – vordefinierte Layout-Blöcke, die man einfügt und anpasst – haben den Workflow verändert. Statt Seiten von Grund auf zu bauen, kombiniert man Patterns. Das klingt nach Baukastensystem, ist aber mit eigenen Patterns tatsächlich ein Effizienzgewinn, weil man konsistente Layouts schnell erstellt, ohne jedes Mal neu zu denken.

Der Schlüssel ist, eigene Patterns zu bauen, die zum Projekt passen – nicht die Bibliothek an fertigen Patterns unkritisch zu verwenden. Letzteres führt zu Websites, die alle gleich aussehen.

WooCommerce hat aufgeholt

WooCommerce und der Block-Editor hatten lange ein angespanntes Verhältnis. Inzwischen hat WooCommerce Block-Varianten für Shop-Seiten, Warenkorb, Checkout und Produktseiten. Sie sind nicht perfekt, aber für viele Shops ausreichend – und deutlich wartungsärmer als klassische Shortcode-basierte Lösungen.

Was sich nicht geändert hat – und gut so

Die Grundlagen guter WordPress-Praxis sind dieselben wie vor fünf Jahren. Saubere Seitenstruktur. Keine Plugin-Sammlung aus dem Motto „probieren wir mal". Bilder richtig aufbereiten. Caching sinnvoll einsetzen. Redirects dokumentieren. Backups testen. Updates geprüft einspielen, nicht blind klicken.

Das klingt langweilig. Es ist aber der Unterschied zwischen einer Website, die in drei Jahren noch sauber läuft, und einer, die ständig Pflege braucht.

Auch die Bedeutung von echten Texten hat sich nicht geändert. KI-generierte Inhalte fluten das Web, aber Websites, die etwas zu sagen haben und das klar formulieren, stechen heraus. Wer in Mechernich einen Handwerksbetrieb betreibt und auf seiner Website ehrlich und konkret schreibt, was er macht und warum er gut darin ist, hat mehr Vertrauen als drei Agenturen mit KI-Texten zusammen.

Was das für Projekte in der Eifel bedeutet

Für Unternehmen in Mechernich, Euskirchen, Schleiden oder Bad Münstereifel heißt das: der technische Unterbau verändert sich, aber die Frage bleibt dieselbe. Was soll die Website leisten? Wer soll sie finden? Was sollen Besucher tun, wenn sie landen?

Wenn diese Fragen klar beantwortet sind, folgt der Rest – ob Block Theme oder Classic Theme, ob Page Builder oder reines Gutenberg. Das sind Werkzeugfragen, die man beantworten kann, wenn man das Ziel kennt.

Was wir empfehlen: Neue Projekte mit Block Themes starten und schauen, ob sie passen. Bestehende Projekte nicht umbauen, weil FSE „modern" ist – sondern nur, wenn es echte Vorteile bringt. Und weiterhin auf Basics achten, die keine neue WordPress-Version wegdiskutiert.

Über diesen Artikel

Erschienen am 12. März 2026. Basiert auf unserer Arbeit mit WordPress-Projekten in Mechernich und der Eifelregion.

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